Josef Raab, IPPNW
Hiroshimatag 2026 München
Hallo zusammen. Schön dass ihr alle da seid und mit uns den Tag der Erinnerung an Hiroshima und Nagasaki begeht.
Erinnerung blickt zurück. Was ist damals passiert, als das Wettrüsten um die Atombombe von Hitler-Deutschland verloren war und eigentlich Deutschland als Ziel ausgemacht war für den ersten Abwurf? Deutschland hatte am 8. Mai kapituliert, die Atombombe war jedoch erst Ende Juli fertiggestellt. Auch der Krieg in Südostasien war von Japan längst verloren, dennoch wollte man unbedingt die Bombe testen.
Also erinnern wir uns: es war zynisches militärisches Machtkalkül, 150 000 Menschen in Hiroshima und weitere 75 000 in Nagasaki unmittelbar oder qualvoll über Wochen in den Tod zu schicken.
Heute stehen wir erneut vor einer gigantischen Aufrüstungswelle, atomare Nachrüstung eingeschlossen. Alles im Namen von Sicherheit und Freiheit.
Vor wenigen Tagen war unser christdemokratischer Aussenminister mit folgenden Worten zu hören: „Die Anwendung von Gegengewalt ist nicht nur völkerrechtlich, sondern auch ethisch gerechtfertigt. Denn die Alternative zur Gegengewalt sei Butscha.“ Solche markigen Worte kommen vom obersten Chef der deutschen Diplomatie.
Die evangelische Bischöfin und Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs wiederum dankte dem Aussenminister für soviel „Aufrichtigkeit, Klarheit und Empathie“ und hob seine Vorbildrolle als „Christenmensch in der Politik“ hervor.
Vor 100 Jahren - und auch das gehört zur Erinnerungskultur - war die deutsche Politik von einem ähnlichen Mythos beherrscht wie heute: man glaubte an die rettende Macht von Gewalt, an die erlösende und von allem Übel befreiende Gegengewalt. Zum obersten Gut wurde damals wie heute die Rettung des Staates, der Nation erklärt, nicht die Leben der Menschen. Was daraus folgte, ist hinlänglich bekannt. Auf den ersten Weltkrieg folgte 20 Jahre später der zweite Weltkrieg mit weiteren staatlich angeordneten Lügen, Täuschungen, Verdrehungen usw.
Erinnern wir uns: Die beiden Nationen Deutschland und Frankreich waren Erzfeinde, und heute? Ohne die deutsch-französische Aussöhnungspolitik von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer gäbe es heute keine Freundschaft zwischen den Völkern. Die Bausteine waren wirtschaftliche Zusammenarbeit, Jugendaustausch und Städtepartnerschaften, und diese kulturelle, wissenschaftliche und wirtschaftliche Kooperation wurde konsequent von beiden Seiten gefördert. Ohne diese Aussöhnung gäbe es auch kein gemeinsames europäisches Haus. So geht Friede! Eine über hundert Jahre währende Erbfeindschaft wurde beendet.
Symbolträchtig ist uns der Handschlag zwischen Francoise Mitterand und Helmut Kohl vor den Gräbern von Verdun in Erinnerung.
Und erinnern wir uns an die deutsche Ostpolitik von Willy Brandt und Egon Bahr, an diesen alles andere als einfachen Prozess der Annäherung nach Osten, an eine Politik der kleinen Schritte, die in einer Normalisierung der Beziehungen zu den ostdeutschen Nachbarn gipfelte: Verzicht auf Gewalt, Anerkennung bestehender Grenzen, Ende der Konfrontation und Abschottung. Bis zuletzt wurde diese Politik von der damaligen Opposition aus CDU und CSU torpediert. Doch gäbe es die deutsche Wiedervereinigung ohne den politischen Willen zu Annäherung und Völkerverständigung?
Wie erschreckend klingen deshalb die Worte der heutigen Bundesregierung, wenn erneut - wie vor 100 Jahren - Gegengewalt ethisch gerechtfertigt und die Werbetrommel für einen gerechten Krieg gerührt wird!
Doch zum Glück gibt es noch andere prominente Stimmen:
Kardinal Rainer Marx vom Erzbistum München-Freising sagte kürzlich: „Glaubt man wirklich, dass bei einer immer größeren Aufrüstung aller Beteiligten die Welt sicherer wird? Da muss ich schon ziemlich weit danebenliegen, um das zu glauben. […] Am Ende geht es nur über Politik, Diplomatie, Verträge und Ausgleich. Anders wird kein Friede kommen.“
Aufrüstung erzeugt eine permanente Dynamik von Angst und Bedrohung, aber sicher keinen Frieden. Und um es noch einmal zu betonen, was macht den Unterschied in der Logik von Aussenminister Wadephul und Kardinal Marx? Der eine redet über die Sicherung der Macht einer Regierung, der andere hat die Sicherheit von Menschen im Blick. Das ist der entscheidende Unterschied, - - das ist der entscheidende Unterschied zwischen einer Kriegslogik und einer Friedenslogik.
Auch wenn immer wieder erzählt wird, dass der nukleare Schirm unseren Frieden in Europa gesichert habe: dafür gibt es null Evidenz. Die Annäherungs- und Aussöhnungspolitik war entscheidend. Es sind auch heute noch die Bausteine zum Frieden, auch wenn sich niemand in der Regierung dies bei den aktuellen Konflikten eingestehen will.
Kommen wir zurück zu unserem Gedenken an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki. Atomwaffen sind Massenvernichtungswaffen. Und sie werden durch KI noch zerstörerischer, denn KI ist auf Eskalation programmiert.
Eine demokratische Gesellschaft führt keinen Krieg, ist auch nicht kriegslüstern. Eine demokratische Gesellschaft gründet sich auch nicht auf Leichenbergen, wie dies bei einem atomaren Schlagabtausch der Fall wäre. Eine demokratische Gesellschaft ist stolz auf Meinungsvielfalt und inhaltliche Auseinandersetzung und beschimpft nicht Andersdenkende als Lumpenpazifisten oder ähnliches. Eine demokratische Gesellschaft nimmt die zivile Bevölkerung nicht als Blutzoll - so wie es in Hiroshima und Nagasaki geschah, so wie es in fast allen kriegerischen Auseinandersetzungen der Moderne geschieht.
Weil viele Länder dieser Welt nicht der Strategie von Stärke und Übermacht huldigen, wurde vor 5 Jahren international der Atomwaffenverbots-Vertrag beschlossen. Fast 100 Länder der Erde glauben an eine Politik der Kooperation, an eine Politik der gemeinsamen Sicherheit, an eine Politik des fairen Interessenausgleichs, so wie es Europa schon einmal unter De Gaulle und Adenauer, unter Willy Brandt, Helmut Kohl und Gorbatschow erlebt hat.
Eine Politik der kooperativen Sicherheit ist einer westlichen Demokratie würdig.
Ich schließe sinngemäß mit Worten von Papst Leo XIV. aus seiner jüngsten Enzyklika:
Eine Kultur der Macht, egal ob mit autonomen Waffensystemen, ob mit militärischer, wirtschaftlicher oder mit digitaler Überlegenheit, passt nicht zu einem Volke im Geiste Christi. Das päpstliche Wort distanziert sich eindeutig von der "Lehre vom gerechten Krieg" und bekennt sich zu ziviler Friedenslogik im Sinne der Charta der Vereinten Nationen: "Um Konflikte zu bewältigen, verfügt die Menschheit über Mittel, die weitaus wirksamer sind und geeigneter, das menschliche Leben zu fördern, wie zum Beispiel den Dialog, die Diplomatie und die Vergebung. Der Rückgriff auf Stärke, Gewalt und Waffen zeugt von einer Beziehungsarmut, die stets verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung hat.“
Genau das ist auch die Botschaft von der Erinnerung an Hiroshima.
admin-0 Mo. 24 Aug 2026 - 00:11
Hildegard Fischer, IPPNW
Hiroshimatag 2026 München
Danke an das Münchner Friedensbündnis für die Organisation und die Einladung.
Ich darf sie auf die Ausstellung hinweisen. Wir wollen über die Zusammenhänge der zivilen und militärischen Atomindustrie und über die gesundheitlichen Gefahren von Radioaktivität aufklären.
Ich bin Ärztin bei der internationalen Vereinigung IPPNW, das ist die englische Abkürzung für Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs und in sozialer Verantwortung.
Die Vereinigung hat sich in den 80er Jahren zu Zeiten des kalten Krieges gegründet. Ein sowjetischer und ein US amerikanischer Arzt haben sich zusammen geschlossen, um Block übergreifend über die Gefahren eines Atomkriegs aufzuklären.
81 Jahre nach Hiroshima ist das wieder notwendig wie lange nicht. Das nukleare Tabu bröckelt. In Deutschland wird wieder über atomare Bewaffnung diskutiert. Es gibt Militärs die sagen, die kleinen, strategischen Atomwaffen sind ja nicht so schlimm. Was für eine überhebliche Selbstüberschätzung!
Die Gefahr eines sofortigen Gegenschlags, Schlagabtauschs und damit die Zerstörung der gesamten Welt in wenigen Minuten wird völlig ignoriert.
Aufrüstung, Kriegsdienst, Militarisierung und Reduktion der Sozialausgaben beherrschen die Politik, die Medien und Talkshows.
Für mich ist das Kriegspropaganda, die mir Angst macht.
Die Prinzipien der Kriegspropaganda umfassen immer wieder die gleichen Mechanismen. Ich zitiere aus dem Buch von Anna Morelli, die die Prinzipien der Kriegspropaganda an vielen historischen Beispielen untersucht hat.
Damals wie Heute wird behauptet:
In unseren Medien wird immer wieder wiederholt, dass nur mit Waffen die angeblich drohende Gefahr des russischen Angriffs verhindert werden kann. Der Dämon Putin versteht ja nur Stärke.
Kaum eine Zeitung berichtet über Verhandlungsoptionen, über die bewiesene militärische Übermacht der Nato auch ohne USA, über die Ursachen, die zum Ukraine Krieg führten, über die Vertragsbrüche von beiden Seiten.
Ist das wiederholte Bedrohungsszenario notwendig, um die Verschiebung von dem vielen Geld in den militärischen Bereich zu rechtfertigen? Sondervermögen, das wir alle mit unseren Steuern finanzieren werden.
Die neun Atommächte der Welt gaben im Jahr 2025 119 Milliarden US Dollar für ihre Nukleararsenale aus. Geld das für soziale Sicherungssysteme, für Klimaschutz, Armutsbekämpfung und Gesundheit fehlt. Das würde uns allen mehr Sicherheit geben.
Aufrüstung hat noch nie Sicherheit gebracht. Waffen erhöhen immer die Kriegsgefahr. Schon allein deswegen, weil die Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie nur dann erhalten werden können, wenn die Waffen verbraucht und immer wieder neu produziert werden.
Atomwaffen sind allein durch ihre Existenz eine Bedrohung. Es gibt ein erhebliches Risiko der Eskalation, eines Unfalls, des Atomkriegs aus Versehen.
Auf der Internet Seite Atomkrieg-aus-Versehen haben Wissenschaftler ehrenamtlich Seitenweise Ereignisse zusammengetragen.
Da geht´s um technische Ausfälle, Soft- und Hardware Störungen, um Schlamperei, Fehlentscheidungen, Drogen, Hackerangriffe und Kommunikationsfehler.
Die Liste von Beinahe Katastrophen ist lang, wobei es z.B. aus Nordkorea, Indien und Pakistan gar keine Informationen gibt.
Deutschland kauft jetzt Tomahawk Raketen, das sind sehr schnelle, tieffliegende Angriffswaffen mit Ziel auf Moskau.
Völkerrechtlich ist die Selbstverteidigung bei unmittelbar drohendem Angriff legitim. Wann ist unmittelbar? Wann macht Russland von seinem Selbstverteidigungsrecht Gebrauch und bombardiert präventiv die Stützpunkte in Deutschland? Genauso wie Israel seine Angriffe rechtfertigt.
Michael Gorbatschow schreibt 2017 in seinem Buch:
„Solange es Atomwaffen gibt, bleibt die Gefahr bestehen, dass sie zum Einsatz kommen. Sei es durch Zufall, eine technische Störung oder auch einen bösen menschlichen Willen. Deshalb müssen wir das Ziel, die Atomwaffen zu verbieten und zu vernichten, mit Nachdruck weiterverfolgen. Das ist unsere Pflicht.“
Atomkrieg ist Wahnsinn und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, krankhafter Wahnsinn und alle wissen es.
Thomas Schelling, amerikanischer Ökonom, Nobelpreis träger, Berater des US Verteidigungsministeriums sagte:
„Der Atomkrieg setzt seiner ganzen Natur nach keine rational denkenden Menschen voraus. Das kann gar nicht sein. Welcher geistig gesunde Mensch wäre bereit, Hunderte Millionen Menschen zu töten, die Erde zu zerstören und das Ende der Zivilisation herbeizuführen, nur um sicherzustellen, dass jemand anderer, den er als Feind bezeichnet, nicht zuerst triumphiert.“
Auch wenn jetzt immer mehr medizinische Fortbildungen über Kriegsmedizin in den deutschen Krankenhäusern stattfinden, auch wenn in Köln eine riesige militärische Intensivstation gebaut wird, auch wenn im Herbst in Büchel wieder ein Nato Atomkriegsmanöver abgehalten wird:
Wir Ärzte werden Euch nicht helfen können.
Wir brauchen dringend eine Rückkehr zu Abrüstungsvereinbarungen. Die Abrüstungsverträge haben 1987 den kalten Krieg beendet. Wir brauchen Gespräche mit dem Gegner, Berücksichtigung beidseitiger Sicherheitsinteressen.
Aber es gibt auch Hoffnung. 100 Staaten haben inzwischen den UN Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet und ratifiziert. Wir fordern auch von der Bundesregierung dem AVV beizutreten. Tragen Sie sich bitte in die Unterschriftenlisten ein.
Wo ist die große Friedensbewegung der 80er Jahre? Die Bedrohung ist heute mindestens so groß.
Am 17. Oktober protestieren wir in Büchel gegen das Nato Atomkriegsmanöver. Dort lagern 10-20 US Atombomben. Fahren Sie mit. Sie können mich gerne ansprechen.
admin-0 So. 23 Aug 2026 - 23:19
Monika Seiller, Aktionsgruppe Indigene & Menschenrechte
Hiroshimatag 2026 München
Hallo, und Danke, dass ihr heute hier seid, denn wir müssen lautstark unsere Stimme gegen Wettrüsten, atomare Kriegsspiele und für den Frieden erheben – schon wieder und immer noch – auch acht Jahrzehnte nach Beginn des atomaren Zeitalters.
Wenn wir heute der Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gedenken, dürfen wir die Auswirkungen des atomaren Wettrüstens auf die indigenen Völker nicht vergessen. Ihr Leid stand am Anfang der atomaren Kette – und sie sind aktuell erneut bedroht.
Am 16. Juli 1945 wurde im Rahmen des „Manhattan Projects“ in Alamogordo in New Mexico, dem traditionellen Land der Mescalero Apachen, die erste Atombombe der Welt gezündet – der „Trinity Test“. Die im Namen anklingende Dreifaltigkeit lässt sich nur übersetzen mit Machtgier, Menschenverachtung und Monstrosität.
Im Streben nach Macht und atomarer Überlegenheit wurden die Schwächsten in der Gesellschaft geopfert und als Versuchskaninchen missbraucht.
Stammte das Uran für die erste Bombe noch aus dem Kongo und aus Kanada, wo noch immer Uran auf dem Land der Indigenen, insbesondere der Cree in Saskatchewan, gefördert wird, wollte die US-Regierung fortan aus sogenannten nationalen Sicherheitsgründen das spaltbare Material aus heimischen Quellen gewinnen – vor allem vom Land der Navajo Nation im Südwesten der USA.
Bereits in den 1940er Jahren wurden hier zahlreiche Uranminen erschlossen, in denen zumeist Indigene, vor allem Dineh, arbeiteten. Über die Gefahren in den Minen wurden sie nie aufgeklärt. Tausende starben an Krebs.
Noch heute gibt es mehr als 500 aufgelassene Uranminen allein auf dem Gebiet der Navajo. Beim Abbau des Urans bleiben rund 85% der Radioaktivität im Abraum zurück. Ahnungslos ob der Gefahren wurde der Abraum zum Bau von Schulen und Häusern verwendet.
Auf dem Land der Yakama im US-Bundesstaat Washington wurde zudem die Plutonium-Fabrik Hanford errichtet, wo das Material für die Nagasaki-Bombe angereichert wurde.
Auf der Nevada Test Site, dem vertraglich zugesicherten Land der Western Shoshone, führten die USA seit 1951 bis zum Teststoppabkommen 1992 insgesamt 119 oberirdische und über 1000 unterirdische Atombombentests durch.
Die Tests wurden stets nur dann durchgeführt, wenn sichergestellt war, dass der radioaktive Fall-out über dem Gebiet der Western Shoshone niederging und nicht etwa weiße Städte wie Las Vegas betreffen würde. Zudem gab es immer wieder verheerende Unfälle, bei denen Radioaktivität entwich. Cäsium-135 und Jod-129 haben den Boden verseucht – mit einer Halbwertszeit von Millionen von Jahren. Durch ihre traditionelle Lebensweise, u.a. als Viehzüchter und Farmer, sind Western Shoshone oder Paiute der radioaktiven Verstrahlung besonders ausgesetzt, doch in den Augen der US-Militärs galt das Land als unbewohnt – Indigene galten lediglich als Kollateralschäden.
Bis heute kämpfen sie um Entschädigung und Anerkennung ihrer Rechte. Offizielle Statistiken über die Krebsopfer unter den Western Shoshone gibt es nicht. Eine Studie des National Cancer Institute aus dem Jahr 1997 war bewusst unvollständig und lückenhaft.
Aber nicht nur die Indigenen in den USA und Kanada waren bzw. sind von dem atomaren Wahnsinn bedroht. Sie haben sich mit Opfern weltweit solidarisiert. Schon in den 1990er Jahren gab es Treffen mit anderen Betroffenen – neben den Hibakusha auch aus Australien, Polynesien oder dem Pazifik.
Auch auf den Atollen Bikini und Eniwetok, die zu den Marshall Islands zählen, testeten die USA 67 Atombomben. „Castle Bravo“ mit der 1.000-fachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe war 1954 der verheerendste Test. Die Explosion der 15-Megatonnen-Bombe ließ eine 40 km hohe radioaktive Wolke aufsteigen, deren Fallout mehrere Atolle wie Rongelap verseuchte.
Die Bevölkerung wurde nicht vor der Gefahr gewarnt und erst drei Tage nach der Explosion evakuiert. Die Folgen waren verheerend – von Quallenbabies bis zu unzähligen Krebstoten. Auch in der dritten Generation ist Schilddrüsenkrebs eine der häufigsten Todesursachen.
Bis heute ist das Atoll radioaktiv verseucht, und auf Runit Island lagern in einem Atommülllager, dem sogenannten „Dome“, seit Ende der 1970er Jahre 85.000 Kubikmeter nuklearen Abfalls, darunter Plutonium-239, eine der giftigsten Substanzen der Erde. Der Atommüll liegt in einem Bombenkrater der Insel, abgedeckt mit einem nur 50 Zentimeter dicken Betondeckel, der bereits deutliche Risse zeigt. Zudem droht eine weitere Gefahr. Als Folge des Klimawandels steigt der Meeresspiegel, das Salzwasser frisst sich in den Beton und die Marshall Islands werden innerhalb der nächsten 50 Jahre vom Meer überspült, d.h. auch der radioaktive Müll wird den Pazifik verseuchen. Das Paradies, einstige Kolonie Deutsch-Neuguinea, hat sich in eine Hölle verwandelt.
Doch die USA waren nicht die einzige Atommacht, die das Leben der Indigenen dem atomaren Machtstreben opferten. Auch die Kolonialmacht Frankreich exportierte ihre Atomtests in Regionen weit weg vom französischen Mutterland. 190 Tests zündete Frankreich im Mururoa-Atoll, 41 davon überirdisch. Die Folgen für die Polynesier waren nicht weniger verhängnisvoll wie für die Bewohner der Marshall Islands. Doch weder die USA noch Frankreich waren jemals bereit, sich ihrer Verantwortung für die verhängnisvollen Auswirkungen auf die dortige Urbevölkerung zu stellen.
Das zerstörerische Erbe der vergangenen Tests weltweit sollte deutlich vor Augen führen, was ein Einsatz der Atombomben heute für die Menschheit bedeuten würde.
Und wo stehen wir heute?
Der kanadische Premierminister möchte den Export von Uran – gewonnen auf indigenem Land – verdoppeln. Unter Trump wurde der Uranabbau im Südwesten der USA – im Gebiet der Havasupai, Hopi, Dineh und anderer Indigener Völker wieder aufgenommen.
Und Deutschland?
Das Auswärtige Amt erklärt auf seiner Webseite, man fühle sich den Zielen eines umfassenden Atomteststoppvertrages verpflichtet, aber den Atomwaffenverbotsvertrag will Deutschland nicht ratifizieren.
Im Juli 2026 nahmen Eurofighter-Kampfjets an einer Übung nahe Köln teil, um die erstmalige Beteiligung Deutschlands an einer französischen Nuklearübung in die Wege zu leiten.
Auch wir in Europa und in Deutschland müssen uns unserer Verantwortung für eine atomwaffenfreie Welt stellen:
Wir fordern daher
Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland
Ausstieg aus der nuklearen Teilhabe in der NATO
Absage an eine deutsch-französische Nuklearpartnerschaft
die Unterzeichnung des 2021 in Kraft getretenen Atomwaffenverbotsvertrages.
Übrigens: der 29. August ist der Internationale Tag gegen Atomwaffentests.
Und nie vergessen – eine friedliche Welt ist möglich, wenn wir sie wollen!
Danke.
Atomwaffen abschaffen – jetzt!
admin-0 So. 23 Aug 2026 - 22:34
Thomas Rödl, DFG/VK
Hiroshimatag 2026 München
Hallo…
Mein Thema die Wahrscheinlichkeit des Atomkrieges – nicht die Folgen des Einsatzes von Atomwaffen – die meine VorrednerInnen aufgezeigt haben
(Erster Teil Atomkrieg nicht führbar und gewinnbar)
Im Sommer 2021 kam eine Meldung auf meinen Monitor:
"Ein Nuklearkrieg kann nicht gewonnen werden und darf niemals geführt werden."
Wir rufen daher die Regierungschefs der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates auf, gemeinsam diese einfache und wirkungsvolle Formel zu bekräftigen. Dieses Prinzip ist von grundlegender Bedeutung, um Vorhersehbarkeit zu gewährleisten und das Risiko bewaffneter Konflikte sowie die Gefahr eines Atomkriegs zu verringern.
Das „European Leadership Network“– eine informelle Vernetzung von ehemaligen Außen- und Verteidigungsministern u MinisterInnen, aus Großbritannien, Dänemark, Türkei, Tschechien, Polen, Litauen, Spanien, Finnland, darunter Ex- Verteidigungsminister Volker Rühe, Ex NATO-Generalsekretär Javier Solana, Ex SPD-MdB Gernot Erler, Sam Nunn, ehem. Senator in USA; Mary Robinson, ehemalige Präsidentin Irlands, und eben Wolfgang Ischinger, früher der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, vermutlich der Initiator und Betreiber dieses Netzwerks.
"Ein Nuklearkrieg kann nicht gewonnen werden und darf niemals geführt werden."
Sie werden sich fragen, warum muss das in der jetzigen Zeit denn gefordert und betont werden? Das heißt doch im Umkehrschluss, es gibt diese Leute, die einen Atomkrieg für führbar und gewinnbar halten! (vor dem Einmarsch der Russischen Truppen in die Ukraine)
In der Begründung heißt es:
Dies ist auch besonders wichtig, da neue Technologien die Entscheidungszeit für Führungskräfte immer weiter verkürzen.“
Jetzt sind durch die waffentechnische Entwicklung Kriegsszenarien denkbar, die früher nicht realisierbar waren. Die Zielgenauigkeit der strategischen Angriffswaffen ermöglicht die Zerstörung von Führungsstrukturen, Abwehrsystemen und Atomwaffen eines Gegners, namentlich Russland.
Exemplarisch:
Die USA beschaffen Bomber mit Tarnkappenfähigkeit, die also unentdeckt vom Radar in russisches Gebiet eindringen können. 100 neue Tarnkappenbomber (Langstreckenbomber B21 Raider; 3 Stück in der Testphase, noch keiner voll einsatzfähig, 40 in Produktion) sollen beschafft werden; die neuen superschnellen Marschflugkörper abschießen können; die U-Boot gestützten Raketen werden modernisiert, sie sind zielgenauer mit Bomben mit geringerer Sprengkraft bestückt.
Russland modernisiert ebenfalls die Interkontinentalraketen und produziert z.B. Hyperschnelle Raumgleiter, die nicht abgewehrt werden können.
Kann nicht alle Projekte und Einzelheiten darstellen.
Das Konzept der Abschreckung durch Fähigkeit zur Vergeltung wurde von der Militärführung der USA in den letzten Jahren stillschweigend abgelegt. Der Begriff der Abschreckung wird zwar weiterhin verwendet, doch zur „Abschreckung“, gehören sowohl der präventive Angriff auf die Waffen des Gegners, als auch die umfassende Abwehr von Angriffen.
US-Präsident Donald Trump hat mit großartiger Geste das Projekt „Golden Dome“ angekündigt. (in 2025 oder 2026?) Ein Abwehrschild um die USA unangreifbar zu machen. Schon 2019 war In der Missile Defense Review- ein Dokument in dem die Konzepte und Planungen zur Raketenabwehr zusammengefasst werden, war zu lesen… es gibt… 3 Elemente der Raketenabwehr
„Erstens eine aktive Raketenabwehr, um gegnerische Geschosse in allen Flugphasen abzufangen; zweitens eine passive Abwehr, um die Wirkung von offensiven Raketen zu mildern; und drittens, wenn die Abschreckung versagt, Angriffsoperationen, um Offensivflugkörper vor dem Start zu zerschlagen“
Dazu kommt:
Der Präventivkrieg ist in Politik und Medien allgemein akzeptiert – siehe Irak- Krieg, „wir müssen dem Saddam Hussein die Massenvernichtungswaffen wegnehmen“, Beispiel jetzt Iran, „wir müssen verhindern dass der Iran die Atombombe bauen kann“.
"Ein Nuklearkrieg kann nicht gewonnen werden und darf niemals geführt werden."
Bei einem Treffen im Juli 2021 haben die Präsidenten Joe Biden und Wladimir Putin diese Aussage bestätigt, aber an den Waffenprogrammen hat sich nichts geändert.
Schöne Erklärung ohne praktischen Nährwert – sie hätten gleichzeitig erklären müssen, dass sie alle Aufrüstungs- und Modernisierungsprogramme bei Atomwaffen stoppen!
Ein Moratorium! Keine neuen Atomwaffen bauen und stationieren! Und, genauso wichtig, keinen Abwehrschirm zu bauen, d.h. den ABM Vertrag wieder in Kraft zu setzen, der die Zahl der Abwehrsysteme begrenzt hat.
Keine neuen Atomwaffen! Keine Angriffsraketen, keine Abwehrraketen!
Das wär mal eine ne gute Nachricht.
Stattdessen werden die Modernisierungsprogramme fortgesetzt – wir wissen nicht was die US-Generäle planen, ob sie wirklich einen Entwaffnungsschlag planen – und wir wissen nicht, wie die russischen Generäle darüber denken.
Die Menschen hier glauben im Allgemeinen an die Abschreckung in dem Sinne: Wer als erster schießt, stirbt als zweiter. Also wird keiner so blöd sein…. Einen Krieg anzufangen.
Wir nähern uns einer Situation, in der am Ende der im Vorteil ist, der als erster zuschlägt.
Zurück zu meiner Ausgangsfrage: Das heißt die Kriegsgefahr steigt. Die Wahrscheinlichkeit..
Mein Zweiter Teil die Mittelstreckenraketen
Apropos gute Nachricht!
Was war die beste Nachricht des Jahres, bisher?
Neue US- Mittelstreckenwaffensysteme in Deutschland werden nicht stationiert.
Hat Donald Trump am 2.Mai verkündet. Diese Waffensysteme mit, zum Teil mit Hyperschallgeschwindigkeit und 2700 km Reichweite, haben wir als Teil von Erstschlagszenarien betrachtet. Die Hyperschallrakete Dark Eagle ist in wenigen Minuten in Moskau. Sie zerstört Radaranlagen und dient quasi als Türöffner für Angriffe mit vielen anderen Atomwaffen. Also als Mittel zur Einleitung des Präventivschlages. Weil die Mittelstreckensysteme von Deutschland aus näher am Ziel sind.
Jedenfalls Trump sagt, das Zeug brauchen wir gar nicht! Aber, Achtung
die militärischen Strukturen, zum Einsatz dieser Waffensysteme sind weiterhin vorhanden. Die 41. Feldartilleriebrigade der US-Army ist noch in Grafenwöhr, die mit solchen Raketenwerfern rummanövriert.
Eine andere Brigade wird aus Grafenwöhr abgezogen, die mit den Raketenwerfern nichts zu tun hat. Weiterhin ist auch die Artillerie- Kommandoeinheit in Wiesbaden weiterhin vorhanden, d.h. die Mittelstreckenraketen können jederzeit geliefert werden, die militärischen Strukturen sind vorhanden.
Nochmal zu Donald Trump, Er hätte noch einen Schritt weiter gehen können und sagen: Wir halten uns an die Bestimmungen des INF- Abkommens, in dem vereinbart wurde, keine landgestützten Atomwaffensysteme mit mehr als 500 km Reichweite in Europa zu stationieren.
Angeblich hat eine russische Rakete namens „Iskander“ eine größere Reichweite? Das könnte man Klären entsprechend den Bestimmungen des INF- Vertrag.
Absurd: Die USA haben den INF-Vertrag gekündigt, (2019) halten sich aber an die Bestimmungen des Vertrags (1)
Die deutsche Bundesregierung – sollte ebenfalls dafür eintreten den INF Vertrag wieder in Kraft zu setzen!
Stattdessen verkündet der Kanzler Merz dass die BRD 400 Tomahawk Marschflugkörper beschaffen will. Wozu soll das gut sein?
Wir sind Gegen die Beschaffung von weitreichenden Angriffswaffen!
Ebenso gegen die Entwicklung und Beschaffung einer europäischen Langstrecken-Angriffswaffe!
Trump hätte jetzt noch einen Schritt weitergehen können:
Deutschland braucht auch keine F35- Stealth- Bomber.
Daher ein paar Sätze zur sog. Nuklearen Teilhabe
Die letzten 2 Jahre waren wir fixiert auf die neuen Raketen, die in Grafenwöhr TÜP stationiert werden sollten. Jetzt sollten wir wieder auf die sog. Modernisierung der Atomwaffenträger und die Modernisierung der Atombomben schauen
Der F35 Bomber (Lightning- der Blitz) mit dieser Stealth- Technik kann vom Radar nicht erfaßt und damit nicht bekämpft werden. 35 Stück bestellt, Kosten 10 Mrd €
Die Atombombe B61, bisher eine freifallende Bombe, wird mit einem kleinen Raketentriebwerk versehen und damit zu einer Rakete mit kurzer Reichweite, (28 km), Präzisionssteuerung und einem Bunkerknacker Sprengkopf.
Daher ist die F35 mit der neuen Atombombe auch als strategische Angriffswaffe zu betrachten, aber nur wenn man sie in Polen oder Rumänien stationieren würde. Von Büchel aus kann sie russisches Gebiet nicht erreichen, man muss se unterwegs auftanken. Und für einen Vergeltungsschlag im Sinne der herkömmlichen Abschreckung taugt se auch nicht, wenn die Start- und Landebahn in Büchel zerbombt wird.
(100 – 150 Stück zusammengenommen, alle Länder der Teilhabe; Koordinierter Schlag der Luftwaffen von Holland, Belgien, Deutschland, Italien? Denkbar?)
Für die Beendigung der nuklearen Teilhabe!
Abzug der US-Atombomben aus Büchel und aus Europa!
Dritter Teil
Kann aus dem Krieg in der Ukraine ein Atomkrieg entstehen?
Ja natürlich!
Nach der Kuba-Krise notierte der damalige US- Präsident John F. Kennedy eine Erkenntnis, die für das heutige Überleben der Menschheit entscheidend ist. Sie lautet:
"Vor allem müssen die Atommächte bei der Verteidigung ihrer eigenen vitalen Interessen jene Konfrontationen vermeiden, die einen Gegner vor die Wahl stellen, entweder sich gedemütigt zurückzuziehen oder einen Atomkrieg zu führen. Einen solchen Kurs im Atomzeitalter einzuschlagen, wäre nur ein Beweis für den Bankrott unserer Politik
- oder für einen kollektiven Todeswunsch für die Welt."
(Das mit dem Todeswunsch lass ich immer weg)
Kuba-Krise: Stationierung von sowjetischen Mittelstreckenraketen auf Kuba – für die USA nicht hinnehmbar. Mit der Ausweitung der NATO entstand die Perspektive für Russland, dass in der Ukraine NATO Truppen und ggf. Atomwaffen stationiert werden.
Eine Rückeroberung der Donbass Gebiete und der Krim wird mit konventionellen Mitteln nicht funktionieren und mit dem Einsatz von Atomwaffen wird sie völlig sinnlos.
Noch toleriert Russland, dass aus den NATO-Staaten ständig Nachschub an Waffen und Munition an die Front gelangt.
Russland behält sich vor, im Falle existentieller Bedrohung des Landes Atomwaffen einzusetzen.
Wegen der Ausweitung der NATO eine Konfrontation mit Russland zu riskieren war von vorneherein und erkennbar unklug, unsinnig und gegen unsere Sicherheitsinteressen gerichtet!
Die Abschaffung der Atomwaffen wird nicht gelingen, ohne eine Regelung der Konflikte zwischen den Großmächten. Die Bundesregierung muss das Interesse Russlands anerkennen, feindliche Truppen und feindliche Atomwaffen auf Abstand zu halten.
Daher: keine Aufnahme der Ukraine in die Nato!
Und auch keine strategische militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine!
Zum Schluss:
Jetzt gibt’s ein großes Trara um die sog. „Künstliche Intelligenz“
Jetzt dachte ich, ich frag die künstliche Intelligenz die soll mir meine Rede schreiben zum Hiroshimatag. Frage:
Wie können wir den Atomkrieg verhindern?
„Einen Atomkrieg verhindern wir durch Diplomatie, Abrüstung und Krisenkommunikation. Die wichtigsten Mittel sind offene Gesprächskanäle zwischen Atommächten, strenge Kontrollverträge und der Verzicht auf neue Wettrüsten. [1, 2, 3, 4]
Diplomatie und Verträge
Gespräche führen: Regierungen müssen auch in Krisen weiter miteinander reden, um Missverständnisse zu vermeiden.
Abrüstung: Staaten mit Atomwaffen müssen ihre Arsenale verkleinern und den Bau neuer Bomben stoppen.
Kontrollen: Internationale Abkommen und Messstationen prüfen, ob sich Länder an Testverbote halten. [1, 2, 3]
Krisenmanagement
Warnsysteme sichern: Falsche Alarme in Frühwarnsystemen müssen als solche erkannt werden, um voreilige Reaktionen zu verhindern.
Keine Drohungen: Offene Drohungen mit Atomwaffen erhöhen das Risiko einer unabsichtlichen Eskalation.“
Ach so einfach wär das!
Leider bestimmt die Nicht-künstliche Nicht-Intelligenz unsere Politik.
Aber seid mal auch vorsichtig, was die sog. Künstliche Intelligenz ausspuckt, denn dann hab ich den Briefkastenonkel von der Firma google gefragt:
Welches Land wird den Dritten Weltkrieg am ehesten überleben?
Antarktis : Als südlichster Punkt der Erde ist die Antarktis einer der sichersten Orte, um einen Atomkrieg zu überleben. Mit über 14 Millionen Quadratkilometern bietet sie ausreichend Platz für Menschen, um Zuflucht zu suchen.
Lasst uns unsere nicht-künstliche Intelligenz nutzen und weiter für Frieden durch Abrüstung zu arbeiten!
(MountainBike oder Schlauchboot?)
Guudn Abend
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(1) als Anmerkung (nur für die Lesefassung: Was ist in den Aegis- Abschussvorrichtungen in Rumänien und Polen? Nur Aegis-Abwehrraketen? Tomahawk MFK können damit abgeschossen werden)