Hiroshimatag: HIROSHIMA und NAGASAKI MAHNEN!

Pressemitteilung Münchner Friedensbündnis Hiroshimatag 2026

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HIROSHIMA und NAGASAKI MAHNEN!

Am sechsten und neunten August 1945 haben die USA Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. 65.000 Menschen starben auf der Stelle. Im Verlauf dieses Jahres starben mehr als 200.000 an den Folgen der Atomangriffe.

Ein Atomkrieg würde das Ende unserer Zivilisation und eine Katastrophe für die Ökosysteme des Planeten bedeuten. Schon ein regional begrenzter Atomkrieg hätte so weitreichende Konsequenzen für das Klima und unsere Landwirtschaft, dass das Leben und die Gesundheit von Milliarden von Menschen bedroht wären.

Nach SIPRI befinden sich im Besitz der neun Atomwaffenstaaten über 13.000 Atomwaffen. Derzeit gibt es fünf offizielle Atomwaffenstaaten:
USA, Frankreich, Großbritannien, Russland und China

Hinzu kommen die sog. inoffiziellen Atomwaffenstaaten:
Isreal, Indien, Pakistan, Nordkorea

Einzurechnen sind die sog. Teilhabestaaten, auf deren Territorien A-Waffen gelagert, deren Einsatz geübt und die dort gelagerten Waffen modernisiert werden.

In Europa: Türkei, Italien, Belgien, Niederlande und Deutschland. 

Die USA haben als einzige Atommacht im Rahmen der sog. Nuklearen Teilhabe Atomwaffen außerhalb ihres Territoriums stationiert.

Die USA verfügen zusammen mit Russland über 90% der Atomwaffen

Auch Deutschland ist beteiligt: Bis heute lagern in Büchel US-Atomwaffen.

Im Rahmen der sogenannten nuklearen Teilhabe lagern in Büchel US-Atomwaffen. 

Regelmäßig trainiert die Bundeswehr mit Tornado Kampfbombern den Einsatz dieser Atomwaffen, obwohl der Deutsche Bundestag schon im März 2010 mit großer Mehrheit die Bundesregierung aufgefordert hat, sich für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen. Immer öfter wird sogar über eigene deutsche Atomwaffen diskutiert. All das steht in klarem Widerspruch zu den Zielen des Atomwaffensperrvertrags, dem Deutschland seit 50 Jahren verpflichtet ist.

Mit dem Ukrainekrieg und dem US-Angriff auf den Iran ist die Angst vor einem Atomkrieg als reale Gefahr zurück.

Der Krieg der USA gegen den Iran wird mit der Behauptung geführt, iranische Atomwaffen bedrohten den Frieden. Obwohl auch US-Geheimdienste und die Atomenergiebehörde (IAEO) erklärten, dass es keine Hinweise auf ein Atomwaffenprogramm des Iran gäbe. 

Die Verhandlungen laufen - Fest steht, dass der Streit darum nicht beigelegt wurde.

Wir fordern:

Keine Beteiligung Deutschlands am atomaren Wettrüsten

Keine neuen Atombomber!

Beitritt Deutschlands zum Atomwaffen-Verbotsvertrag, jetzt!

Abzug der in Büchel stationierten US-Atomwaffen!

Zum Jahrestag des Abwurfs der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki beteiligen wir uns an den weltweiten Protesten gegen die atomare Aufrüstung

am Donnerstag, 6. August 2026 auf dem Marienplatz
mit einer Kundgebung von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr
& Abschluss mit Kerzen zum Gedenken an die Opfer

Programm

  • Grußwort der Stadt: Stadträtin Katharina Horn, Die Linke
  • Die Folgen von Atombombenabwürfen: Dr. Hildegard Fischer und Dr. Joseph Raab, IPPNW
  • Uranabbau und Atomwaffentests: Monika Seiller, Aktionsgruppe Indianer und Menschenrechte
  • Mittelstreckenwaffen und Atomraketen: Thomas Rödl, DFG-VK
  • Lesung aus dem Buch von Günther Anders "Hiroshima ist überall", Renate Boerger, Attac
    
    Musikalische Begleitung auf der Gitarre: John Brunton
    
    Zum Abschluss gedenken wir mit Kerzenlicht der Opfer.
    Ende gegen 21.30 h
    

Flugblatt A5 2seitig Farbe mit Aufruf (PDF)
Plakat A3 (PDF)

www.muenchner-friedensbuendnis.de

Marienplatz