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EUropa und das neoliberale Pilotprojekt Bosnien-Herzegowina

IMI Tübingen - Mi., 10. Apr. 19, 12:39 Uhr
Die soeben erschienene Broschüre „EUropa und das neoliberale Pilotprojekt Bosnien-Herzegowina: Krieg – Besatzung – Ausbeutung – Repression“ (Informationen zu Politik und Gesellschaft“, Nr. 16, März 2019) wird in Kooperation der IMI mit der Europaabgeordneten Sabine Lösing herausgegeben und kann gratis (…)

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Atommacht EUropa?

IMI Tübingen - Mi., 10. Apr. 19, 12:20 Uhr
Das Ende  des INF-Vertrages hat die Problematik der atomaren Rüstung oder gar eines neuen atomaren Rüstungswettlaufs wieder auf die politische Tagesordnung gebracht. Das Thema war indes, trotz einer vorübergehenden relativen Entspannung zwischen den großen Atommächten, nie ganz von der Tagesordnung (…)

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AUSDRUCK – Das IMI-Magazin (April 2019)

IMI Tübingen - Di., 9. Apr. 19, 11:50 Uhr
  Ausdruck (April 2019) hier gratis herunterladen     INHALTSVERZEICHNIS Deutschland und die Bundeswehr — Deutsche Waffen töten im Jemen-Krieg. Was sagt die Bundesregierung? (Lisa Klie) — Rheinmetall: Ausweitung der Produktion und der Proteste (Jacqueline Andres) — Ins gemachte Netz (…)

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Würth legt Widerspruch ein

IMI Tübingen - Mo., 8. Apr. 19, 14:05 Uhr
Das bei bundesdeutschen Handwerksbetrieben bekannte Familienunternehmen Würth aus Baden-Württemberg legte Widerspruch gegen den Stopp von Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien ein. Die Saudis sind maßgeblich am Krieg und der humanitären Katastrophe im Jemen beteiligt und wegen des Todes und Verschwindens des Journalisten (…)

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Der 16. Bremer Solidaritätspreis geht an Víctor und Martín Fernández und das MADJ

Honduras-Delegation 2010 - So., 7. Apr. 19, 10:00 Uhr



Zur Petition Defend the Defenders von Trocaire

'Sign the petition and lend your voice to help protect the brave women and men around our world who are defending vulnerable communities against human rights abuses at the hands of some private companies.'



7. April
Daniela Dreißig, Amerika 21 Solidaritätspreis für Menschenrechtsanwälte aus HondurasAktivisten beklagen Komplizenschaft der internationalen Gemeinschaft mit politischer Elite, die Putsch unterstützte und Wahlbetrug beging 













  Victor Antonio (links) und Martin Fernández Guzmán aus Honduras bei der Preisverleihung im Bremer Rathaus












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6. April
DW Noticias
Formalización de vinculado a asesinato de Berta Cáceres

David Castillo Mejía actuó como enlace entre sicarios y la empresa beneficiaria del proyecto hidroeléctrico al que la ambientalista Cáceres se oponía. Conversamos con Martín Fernández, quien lleva la represenación legal del caso en la organización Movimiento Amplio por la Dignidad y Justicia.


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5. April

Honduras: "Solo tenemos un país, y hay que rescatarlo"


Los hermanos Martín y Víctor Fernández recibieron esta semana el premio de solidaridad de la ciudad de Bremen por su lucha por los derechos humanos en Honduras.
Martin Reischke, DW América Latina
Víctor y Martín Fernández, premiados en Bremen

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04.04.2019

Pressekonferenz der Bremer Landesvertretung in Berlin



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3. April
Radio Progreso
MADJ recibe premio internacional por compromiso contra la corrupción y defensa de los ddhhEl Movimiento Amplio por la Dignidad y la Justicia, Madj, a través de los abogados Víctor y Martín Fernández, es reconocido con el “Premio de Solidaridad del Estado de Bremen”, por su trabajo y compromiso en defensa de los derechos humanos y lucha permanente contra la corrupción e impunidad, en uno de los países catalogado como peligroso para los defensores y defensoras ...

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2. April
Sandra Rodríguez, Defensores en línea
MADJ honra a mártires con su premio “Solidaridad Bremen” 2019


Tegucigalpa, Honduras.- Los defensores de derechos humanos Martín y Víctor Fernández, recibieron el premio “Solidaridad Bremen” 2019 otorgado en reconocimiento a la labor del Movimiento Amplio por la Dignidad y la Justicia (MADJ). 


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  Knut Henkel, Blickpunkt Lateinamerika
Wenn das Gewissen entscheidet

Hnduras. Víctor und Martín Fernández haben die Seite gewechselt. Sie haben dem staatlichen Justizsektor den Rücken gedreht und sich als Anwälte in den Dienst sozialer Organisationen gestellt. Dafür und für das Eintreten für den Rechtsstaat in Honduras erhalten sie heute den Bremer Solidaritätspreis.

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Aus der Sendung (ab Minute 4):


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Grußbotschaft des Bremer Bürgermeisters zur Vergabe des 16. Bremer Solidaritätspreises 

Bürgermeister Dr. Carsten Sieling ehrt die diesjährigen Preisträger des 16. Bremer Solidaritätspreises, Martín und Víctor Fernández Guzmán, Menschenrechtsanwälte und Initiatoren bzw. Mitbegründer des Movimiento Amplio por la Dignidad y la Justicia (MADJ) – der "Breiten Bewegung für Würde und Gerechtigkeit" in Honduras.
Zur Pressemitteilung


 


Martín und Victor Fernández im Bremer Rathaus

US-Präsident will Finanzhilfen für El Salvador, Guatemala und Honduras streichen

Honduras-Delegation 2010 - Sa., 6. Apr. 19, 17:01 Uhr
Von amerika21
Der "Plan der Allianz für den Wohlstand des nördlichen Dreiecks“ sollte dazu beitragen, dass weniger Menschen in die USA fliehenQuelle: secretariatecnica Washington. Die US-Regierung will die finanzielle Unterstützung für die mittelamerikanischen Staaten El Salvador, Guatemala und Honduras einstellen. Das Außenministerium informierte den Kongress, dass mehr als 576 Millionen US-Dollar aus dem Programm "Allianz für den Wohlstand des nördlichen Dreiecks" abgezogen werden sollen.

Die Allianz, die 2015 ins Leben gerufen wurde, soll dazu beitragen, Fluchtursachen zu bekämpfen. Die hohe Zahl an Kindern, die im Jahr 2014 in die USA flohen, alarmierte die Regierung des damaligen Präsidenten Barack Obama. Die drei Länder arbeiten seitdem mit finanzieller Unterstützung der USA für mehr Sicherheit, ein funktionierendes Justizsystem, bessere Infrastruktur und die Schaffung von Arbeitsplätzen zusammen.



Der US-Kongress hatte im Jahr 2016 Hilfszahlungen beschlossen. Guatemala sollte insgesamt 260 Millionen US-Dollar erhalten, El Salvador 131 Millionen und Honduras 175 Millionen. Die Unterstützung soll nun zurückgenommen werden. "Kein Geld geht mehr dorthin", so US-Präsident Donald Trump am Freitag: "Wir geben ihnen enorme Hilfe. Wir haben die Zahlungen gestoppt, weil sie nichts für uns tun."
Der honduranische Präsidialminister, Ebal Díaz, erklärte am Montag, man sei noch nicht über die Entscheidung Trumps informiert worden. Die Regierung bekomme aber sowieso keine Haushaltshilfen von den USA. "Die Kooperation wird von den US-Vertretungen im Land abgewickelt." Die Streichung der Gelder habe keine negativen Folgen für den Staatshaushalt, da vor allem Nichtregierungsorganisationen (NGO) die US-Mittel bezögen.

Auch die Regierungen von El Salvador und Guatemala gaben an, bislang nicht offiziell über die Entscheidung informiert worden zu sein.

Demokratische Abgeordnete im Repräsentantenhaus, die kurz zuvor El Salvador besucht hatten, kritisierten die Entscheidung Trumps. Die Streichung der US-Hilfen sei "kontraproduktiv" und sorge dafür, "dass mehr Kinder und Familien sich genötigt sehen werden, die gefährliche Reise Richtung Norden auf sich zu nehmen."

David Ray, Vizepräsident der Hilfsorganisation "Care" sagte, dass die Arbeit der NGO in der Region im Falle einer Streichung der Fördermittel eingeschränkt werde. Besonders Projekte zur Unterstützung von Bauern in Guatemala würden darunter leiden.

José Miguel Cruz, Forschungsleiter des Zentrums für Lateinamerika- und Karibikstudien an der internationalen Universität von Florida, zweifelt an der Entscheidung der US-Regierung. "Es gibt keine magischen Lösungen für die strukturellen Probleme in Zentralamerika", erklärte der Forscher. Die US-Hilfen seien aber enorm wichtig, um zu verhindern, dass diese wirtschaftsschwachen Staaten "weiter im sozialen Chaos versinken", so Cruz.

Die Entscheidung Trumps ist nicht definitiv. Noch kann der US-Kongress verhindern, dass das Geld anderweitig verwendet wird. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass ein Großteil, wenn nicht die gesamten Mittel abgezogen werden.

Ostermarsch Draußen und drinnen ...

Amazonas/Frieden - Fr., 5. Apr. 19, 17:28 Uhr

Natürlich vorne als BIFA-Ereignis: Der "Ostermarsch Draußen" am Ostermontag, 22. April 2019
Treffpunkt in München 10:45 Uhr

Marienplatz im Zwischengeschoß mit Fahrkartenautomaten.

Abfahrt Untergeschoß U6 um 11:02 Uhr Richtung Garching Forschungs-Zentrum
Ankunft 11:27 Uhr Garching Forschungs-Zentrum, dort Begrüßung bei der U-Bahn Haltestelle.

Die BIFA lädt erneut zu einer familienfreundlichen Wanderung ein, die uns diesmal zum Garchinger Forschungs-Zentrum und an dem dortigen Atomreaktor vorbei zum Isarufer führt. Am Uferweg entlang werden wir zurück nach Garching (Stadt) wandern.
Wir wünschen viel Spaß, freundschaftliche Gespräche und ein gelungenes Picknick.

Wie immer haben wir bunte Friedensfahnen dabei.

Das Thema Reaktor + HEU brachte mehrere gewichtige Miteinlader dazu ... mehr dazu / weiter bei der BIFA selbst.

Vorher natürlich der Münchner Ostermarsch am Samstag, 20. April 2019 11:30 Uhr von und zum Marienplatz

Belastendes Material gegen Staatschef Hernández vorgelegt

Honduras-Delegation 2010 - Fr., 5. Apr. 19, 8:19 Uhr
Journalist will "handfeste Beweise" gegen Hernández haben. Unterstützungsmission gegen Korruption leitet Unterlagen an Justiz weiter
 von Jutta Blume in amerika21Zeigt sich bislang unbeeindruckt von den Vorwürfen: Der Staatschef von Honduras, Juan Orlando Hernández, hier bei einer Ansprache in der Zentralamerikanischen Bank für Wirtschaftsintegration am 29. März Quelle: @JuanOrlandoH Tegucigalpa. Zeitgleich mit der Verhaftung ihres Ehemanns David Romero Ellner hat die Journalistin eingereicht.

Lidieth Díaz bei der Internationalen Unterstützungs-mission gegen Korruption und Straflosigkeit in Honduras belastendes Material gegen den amtierenden Präsidenten Juan Orlando Hernández und seine Familie
Romero Ellner, Direktor des regierungskritischen Senders Radio Globo, musste am vergangenen Donnerstag aufgrund eines umstrittenen Urteils wegen Beleidigung und Diffamierung eine zehnjährige Haftstrafe antreten. Die Interamerikanische Menschenrechtskommission hatte die Aufhebung des Urteils gefordert.



Romero behauptet, handfeste Beweise dafür zu haben, dass Staatschef Hernández und seine Familie in verschiedene Korruptionsfälle verwickelt sind, bei denen umgerechnet rund 145 Millionen Euro über Nichtregierungsorganisationen aus den Staatskassen entwendet worden seien.

Der Sprecher der Unterstützungsmission gegen Korruption und Straflosigkeit in Honduras (MACCIH), Guimarães Marrey, hatte zuvor erklärt, dass er belastendes Material gegen den Präsidenten an die Generalstaatsanwaltschaft weiterleiten werde, weil sie "die für die Ermittlungsarbeit zuständige Institution in der Republik Honduras ist."

Obwohl die Unterstützungsmission zur Untersuchung einiger Korruptionsfällen in Honduras beigetragen hat, warten große Teile der Bevölkerung immer noch darauf, dass sie auch den Inhaber des Präsidentenamts ins Visier nimmt.

Der MACCIH ist zuzuschreiben, dass die Ehefrau von Hernández‘ Amtsvorgänger Porfirio Lobo ein Korruptionsverfahren erwartet. Ebenfalls aufgedeckt wurde ein kriminelles Netzwerk von Abgeordneten (Red de Diputados), das in großem Stil Staatsgelder veruntreut haben soll, sowie im Fall Pandora ein weiteres Netzwerk von Politikern, die Gelder des Landwirtschaftsministeriums entwendet haben sollen.

Unabhängig von der Arbeit der Mission wurde der Bruder des amtierenden Präsidenten, Juan Antonio Hernández, im November vergangenen Jahres in den USA verhaftet. Der frühere Kongressabgeordnete wird beschuldigt, zwischen 2004 und 2016 am Handel "mit Tonnen von Kokain" beteiligt gewesen zu sein. Staatschef Hernández will von all dem nichts gewusst haben.

Nach jüngsten Umfragen des Sozialforschungsinstituts der Jesuiten ist  Hernández so unbeliebt wie kein Regierender in den letzten neun Jahren. Fast zwei Drittel der Bevölkerung sind der Meinung, dass er aufgrund der mutmaßlichen Verwicklungen in Korruption und Drogenhandel vor den nächsten Wahlen von seinem Amt zurückgetreten sollte. 70 Prozent der Befragten glauben außerdem, dass die staatlichen Institutionen in Honduras von den Netzwerken des Drogenhandels kontrolliert werden.

Kriegsbündnis NATO

IMI Tübingen - Mi., 3. Apr. 19, 17:53 Uhr
Das Fact Sheet „Kriegsbündnis NATO“ wurde vollständig überarbeitet und aktualisiert. Es kann hier heruntergeladen werden. Da es noch vor dem Beginn der „Feierlichkeiten“ zum 70 Jahrestag des Kriegsbündnisses erscheinen sollte, kann es diesmal leider nicht in Print ausgeliefert, sondern muss (…)

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„Liberté, Égalité, Flashball“[1]

IMI Tübingen - Mi., 3. Apr. 19, 17:20 Uhr
 „Es gibt drei Arten von Gewalt. Die Erste, Mutter aller anderen, ist die institutionelle Gewalt, welche Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung legalisiert und perpetuiert und Millionen von Menschen zwischen ihren lautlosen, gut geölten Rädern zermalmt. Die Zweite ist die revolutionäre Gewalt, (…)

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Planbare Verhältnisse

IMI Tübingen - Sa., 30. Mär. 19, 11:03 Uhr
Heldenhaft oder – je nach Auge des Betrachters – unverantwortlich hat sich die SPD für eine sechsmonatige Verlängerung des Waffenexportstopps nach Saudi-Arabien ins Zeug gelegt. Die Sache hat allerdings gleich mehrere Haken: Erstens erteilte die Bundesregierung 2018 dennoch allein für (…)

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Drohnen: Überwachen und Töten auf Distanz

IMI Tübingen - Do., 28. Mär. 19, 15:30 Uhr
Soeben ist das neue Fact Sheet „Drohnen: Überwachen und Töten auf Distanz“ erschienen. Es kann wie immer hier heruntergeladen oder gratis beim DFG-VK Materialshop (gg. Porto) auch in größeren Mengen bestellt werden: https://shop.dfg-vk.de/Flyer/Fact-Sheet-Drohnen.html Wer uns dabei unterstützen möchte, diese Materialien (…)

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Deutsche Waffen töten im Jemen-Krieg

IMI Tübingen - Do., 28. Mär. 19, 15:21 Uhr
Seit 2015 tobt der Krieg im Jemen und verursachte die aktuell größte humanitäre Krise der Welt. Das Ausmaß der Zerstörung trifft vor allem die Zivilisten. 14 Millionen Menschen sind im Jemen von Hunger bedroht. 400.000 Kinder sind lebensbedrohlich mangelernährt. 22 (…)

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Drohnen mit EU-Stempel

IMI Tübingen - Do., 28. Mär. 19, 15:00 Uhr
Beim folgenden Text handelt es sich um eine geringfügig aktualsierte Fassung, die zuerst im ippnw forum, nr. 157, märz 2019, S. 28/29 erschien. Die Pläne gibt es schon länger, aber mit der neuen PESCO-Projektwelle bekommt die Eurodrohne frischen Wind unter (…)

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Gratulation zur Verleihung Bremer Solidaritätspreis an das MADJ

Honduras-Delegation 2010 - Do., 28. Mär. 19, 7:37 Uhr
Victor Antonio Fernández Guzman und Martin Fernández Guzman, zwei Brüder und Menschenrechtsanwälte aus Honduras, werden auf Beschluss des Senats der Freien Hansestadt Bremen im Januar mit dem 16. Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet. Damit folgt der Senat dem Vorschlag des Kuratoriums Bremer Solidaritätspreis.
Geehrt werden sollen mit dem 16. Bremer Solidaritätspreis zivilgesellschaftliche Initiativen, die in ihrer Arbeit den Gefahren des "Shrinking Space" ausgesetzt sind. Und die sich mit ihrer Arbeit der Einschränkung und Unterdrückung der Zivilgesellschaft entgegenstellen. Shrinking Space bedeutet die zunehmende Bedrohung von Grundrechten wie der Versammlungs-, Meinungs- und Vereinigungsfreiheit sowie die damit einhergehende Einschränkung zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume ...
Mehr zum Preis

Wir gratulieren!!!




Veranstaltungshinweis:
4. April: „Rechtsmittel nutzen und lokale Initiativen stärken“ (Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung)

Washington DC: NATO-Jubiläum mit Widerspruch - english Video

Siko - Mo., 25. Mär. 19, 22:39 Uhr

https://worldbeyondwar.org/notonato/ - Video by Jordan & Jim

Weit weg von München, aber der Protest und Widerstand der US-Freunde ermutigt auch uns! - Keine Ahnung ob im Video noch deutsche Untertitel möglich wären ..

Vernetzung hilft, let's support:
https://www.no-to-nato.org/actions-around-nato-summits/actions-nato-summ...

2019International

Scientists for Future: Abrüstung für Klimaschutz – Frieden und Zukunftsfähigkeit gehören zusammen

MFB - Fr., 15. Mär. 19, 11:43 Uhr

als ein Beispiel für viele andere: hier eine Erklärung der NaturwissenschaftlerInnen-Initiative „Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit“ zu Scientists for Future und Fridays for Future:

Frieden und Zukunftsfähigkeit gehören zusammen

Seit Wochen demonstrieren und streiken weltweit hunderttausende junger Menschen für ihre Zukunft, den Klimaschutz und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Dieses Anliegen der Initiative Fridays for Future unterstützen inzwischen mehr 14.000 WissenschaftlerInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Stellungnahme von Scientists for Future erklären sie: „Nur wenn wir rasch und konsequent handeln, können wir die Erderwärmung begrenzen, ...

weiter ... Die ganze Erklärung bei NatWiss

Unmenschliche Bedingungen für Frauen als Hausangestellte in Honduras

Honduras-Delegation 2010 - Fr., 15. Mär. 19, 9:11 Uhr
Von amerika21 Das Netzwerk der Hausangestellten will der Arbeit Würde geben und die Rechte der Frauen schützen Quelle: cemh Tegucigalpa, Honduras. Übermäßig viel Arbeit, niedrige Entlohnung, schlechte Behandlung, Diskriminierung, das Fehlen von Arbeitsrechten und mangelnde Bildungs-möglichkeiten – das sind die Hauptprobleme von mehrheitlich Frauen, die in Honduras als Hausangestellte arbeiten.

Nacha (Putzi), muchacha (Mädchen), criada (Magd), gata (Katze) und sirvienta (Dienerin) sind einige der abfälligen und diskriminierenden Bezeichnungen, mit denen Tag für Tag tausende Frauen belegt werden, die mit ihrer Arbeit bei wohlhabenden Familien zur Volkswirtschaft beitragen. "Wir sind niemals Dienerinnen, sondern immer Hausangestellte gewesen", erklärt mit Stolz Gabriela Pineda, Dienstangestellte und Mitglied der Politischen Kommission des Netzwerks der Hausangestellten in einem Interview mit der Zeitung La Prensa. "Die Bedingungen, unter denen wir arbeiten, sind unmenschlich, wir genießen keinerlei Schutz", fährt die junge Frau fort.




"Wir sind Opfer bis hin zur sexuellen Gewalt, denn unsere Arbeitgeber sehen uns als minderwertig an", berichtet Pineda bei einer Anhörung im Parlament. Sie fordert die Abgeordneten dazu auf, ein Gesetz zu ihrem Schutz zu verabschieden. Im Arbeitsgesetz fehlen Festlegungen bezüglich freier Tage. Feiertage wie sogar der Nationalfeiertages gelten nicht für Hausangestellte. Sie haben zwar Anspruch auf täglich zehn Stunden absoluter Ruhe, von denen zumindest acht Stunden Nachtruhe sein sollen, jedoch wird dies nicht immer eingehalten.

Die Angestellte ist ein einem Netzwerk organisiert, das Informationen über die Arbeitsbedingungen zusammengetragen hat. Die Frauen treffen sich an den freien Tagen, um ihre bitteren Erfahrungen auszutauschen. In den letzten Jahren haben sich die Hausarbeiterinnen ihre eigenen Organisationsstrukturen geschaffen und erhalten Unterstützung vom Frauenforschungszentrum Honduras (Cem-H) und der Le Pont-Organisation. Im vorigen Monat legte das Netzwerk der Hausangestellten eine Untersuchung über die bezahlten Hausarbeiterinnen vor. Untersucht wurde die Situation in den Städten Tegucigalpa und San Pedro Sula.

Laut der jungen Frau legen die Arbeitgeber ihren Angestellten Hindernisse in den Weg, wenn diese sich weiterbilden wollen. Das Institut Irene Reyes Valanzuela in der Hautpstadt zum Beispiel öffnet seine Türen an zwei Tagen in der Woche für einen kostenlosen Besuch, aber sehr wenige Frauen können davon Gebrauch machen.

2008 wurde ein Dekret erlassen, aufgrund dessen die Arbeitgeber ihre Hausangestellten bei der Nationalen Sozialversicherung registrieren lassen müssen. Allerdings sind seitdem nur zwei Frauen eingeschrieben worden.

Hausangestellte arbeiten zudem ohne gesetzlichen Schutz, der ihnen einen Mindestlohn garantieren würde. Der niedrigste Lohn für Hausangestellte, die nicht in dem Haushalt schlafen an dem sie arbeiten, beläuft sich in Honduras auf 4.000 Lempira (rund 146 Euro). Es gibt kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.
Eine der Hoffnungen der Hausarbeiterinnen ist ein Gesetzesvorschlag von Sara Medina, Abgeordnete der Partei "El Paraíso". Dieser wurde bereits in einer ersten von drei vorgeschriebenen Lesungen gebilligt. Aber auch diese Gesetzesinitiative sieht keine Festlegung eines Mindestlohns vor.

Der Film "Roma" des mexikanischen Regisseurs Alfonso Cuarón hat für das Thema der Hausangestellten Aufmerksamkeit erregt. Im Mittelpunkt des Films steht die Hausangestellte Cleo, sie ist Mixteco-Indigene. Der Film wurde für zehn Oscars nominiert und gewann in den Kategorien beste Regie, bester fremdsprachiger Film und beste Kamera.

prensa

Die Frauen entscheiden

Honduras-Delegation 2010 - Do., 14. Mär. 19, 6:41 Uhr
Aktuelle Landkonflikte in honduranischen Garífuna-Gemeinden erfordern neue Organisierungsformen. Von Rita Trautmann und Steffi Wassermann erschienen in Südlink Nr. 187
Garífuna-Siedlung Guadalupe, Foto: Rita TrautmannAls Nachfahren der karibischen Arawak-Indigenen und afrikanischer Versklavter leben die Garífuna vor allem an der Karibikküste von Honduras. In vielen Gemeinden sind sie von Vertreibung bedroht, weil Investor*innen touristische Luxusressorts errichten oder Häfen ausbauen. Doch Aktivist*innen leisten Widerstand und eignen sich Land wieder an. So manches traditionelle Rollenbild wird dabei entsorgt.





Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts weckte das fruchtbare Land Begehrlichkeiten. „Der honduranische Staat möchte uns seit jeher von unserem Land vertreiben und unsere Kultur zerstören“, erklärt Aurelia Arzú von der Garífuna-Organisation OFRANEH (Organización Fraternal Negra de Honduras). Waren es vor 100 Jahren US-amerikanische Bananenkonzerne, sind es heute kanadische Investor*innen und honduranische Unternehmen, die der Staat schützt.

Die Garífuna sind Nachfahren der karibischen Arawak-Indigenen und afrikanischer Versklavter, die Ende des 18. Jahrhunderts von englischen Kolonisatoren nach Honduras deportiert wurden. Die Karibikküste Zentralamerikas war zur Zeit ihrer Ankunft weitgehend unbewohnt, so dass sie sich dort zwischen Belize und Nicaragua ansiedeln konnten. Der Großteil von ihnen lebt bis heute in 46 Gemeinden an der honduranischen Karibikküste.

Frauen übernehmen neue Aufgaben

Aurelia Arzú ist Vize-Koordinatorin bei OFRANEH, der ältesten Garífuna–Organisation des Landes. 1978 gegründet, setzt sich OFRANEH seitdem für die Rechte der Garífuna ein und orientierte sich anfangs dabei an traditionellen Organisationsformen.

Diese besagen, dass sich Männer auf Dorfebene in Ältestenräten den politisch-administrativen Angelegenheiten widmen. Frauen hingegen treffen sich in Tanzclubs. In diesen wird bis heute das kulturelle Erbe gelebt. Die Unesco hat die Kultur der Garífuna – ihre Sprache, Tänze und Musik – 2001 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Die Tanzclubs sind aber weit mehr als Traditionspflege: Sie sorgen für sozialen Zusammenhalt in den Dörfern und dienen dem Austausch mit anderen Gemeinden. Das schaffte eine Basis, sich regional über die Situation der einzelnen Gemeinden auszutauschen, und half dabei, eine gemeindeübergreifende Organisation zu gründen.

Medaline David Fernández Foto: Rita TrautmannDoch heute sind bei OFRANEH maßgeblich Frauen für politisch-administrative Aufgaben zuständig. „Als Männer OFRANEH koordinierten, befand sich die Organisation auf dem absteigenden Ast“, berichtet Aurelia Arzú. Erst jungen Frauen sei es gelungen, aus OFRANEH das zu machen, was es heute ist: „Eine national und international anerkannte Organisation, die sich federführend für Landrechte der Garífuna einsetzt.“

Der Mann und das Meer – die Frau und das Land. So lässt sich räumlich die herkömmliche Arbeitsteilung beschreiben. Während Männer mit Fischfang zum Einkommen beitragen, sind es Frauen, die mit dem Anbau von Maniok für das tägliche Brot sorgen. Dadurch sind sie in den Gemeinden präsenter, auch weil in den vergangenen 20 Jahren mehr Männer als Frauen in die USA migriert sind. „Die Garífuna-Frau trifft die Entscheidungen“, stellt Arzú fest. Doch sind Frauen auf den Feldern auch immer wieder Übergriffen ausgesetzt und vom Landverlust in stärkerem Maße betroffen, da viele von ihnen allein für den Lebensunterhalt der Familie sorgen müssen.

Aktivist*innen eignen sich das Land wieder an

Durch wirtschaftliche Großprojekte der aktuellen rechts-konservativen Regierung haben die Konflikte um Land auf dem Gebiet der Garífuna zugenommen. Einige Gemeinden sind von Zwangsumsiedlung bedroht. Der neoliberale honduranische Präsident Juan Orlando Hernández hat diverse Pläne für die Karibikküste: Ausbau von Luxusressorts für internationalen Tourismus, Ausbau von Häfen für den Handel und den Aufbau sogenannter Charter Cities, in denen Unternehmen frei von staatlicher Kontrolle ein investorenfreundliches Umfeld vorfinden sollen.

Bei allen Plänen sind die Gemeinden der Garífuna der Regierung und den Unternehmen im Weg. Honduras hat zwar die ILO-Konvention 169 ratifiziert, die indigenen Gemeinschaften das Recht auf freie, vorherige und informierte Zustimmung für Projekte, die auf ihrem traditionellen Land umgesetzt werden sollen, garantiert. Umgesetzt wird sie jedoch nicht: Korrupte Behörden, doppelt vergebene Landtitel, manipulierte Konsultationen mit gefälschten Unterschriftenlisten oder Befragungen, die erst dann durchgeführt werden, wenn bereits mit den Baumaßnahmen begonnen wurde, sind gängige Praxis.

„Trotzdem gehört die Konvention zu den wenigen Waffen, die wir haben“ betont die Aktivistin Medelín David Hernández, die ein Projekt zur Wiederaneignung von Land mit organisiert. Diese recuperaciones sind eine aktive Form, traditionelles Territorium zu verteidigen und geraubtes Land wieder zurückzugewinnen. Seit mehreren Jahren gibt es diese Projekte in verschiedenen Garífuna-Gemeinden. Eine davon ist Guadelupe nahe der Stadt Trujillo im Nordosten von Honduras.

Seit drei Jahren arbeiten 30 vorrangig junge Menschen daran, das Land in Nachbarschaft zu einem Luxus-Ferienresort eines kanadischen Investors wieder für die Gemeinde nutzbar zu machen. Die Rückgewinnung geschieht vor allem durch die Urbarmachung des Landes.

Was traditionell Frauensache war, geht jetzt auch Männer an. Viele von ihnen arbeiten zum ersten Mal in der Landwirtschaft. Nun legen sie Felder an, um Bananen und Maniok anzupflanzen. „Wir müssen alles neu lernen“ berichtet einer der Aktivisten in Guadelupe. Hütten werden errichtet, um eines Tages mit der ganzen Familie dort leben zu können. Viele der jungen Menschen hatten eigentlich einen anderen Traum. Sie wollten in die USA auswandern. Doch die gefährliche Migrationsroute oder die US-Einwanderungsbehörden zwangen sie zur Rückkehr.

Sie wissen, dass die Wiedergewinnung des Landes ihnen die einzige Chance bietet, um in Honduras zu überleben. Gemeinsam mit den Frauen bearbeiten sie die Felder und organisieren alle weiteren Arbeiten in dem Projekt. Doch auch hier spielt die Bedeutung von Land für die Frauen eine zentrale Rolle. Die junge Aktivistin Medelín David Hernández erinnert sich noch daran, als dieses Land der Gemeinde gehörte und sie als Kind ihre Mutter hierher zur Feldarbeit begleitete.

Das war eine der Motivationen, das Land, das sich der kanadische Investor Jorgensen illegal aneignete, zurückzugewinnen. Aber sie macht es auch für die Kinder der Gemeinde Guadalupe: „Wir sind unseren Kindern ein Vorbild. Würden wir jetzt nichts tun, würden sie uns eines Tages fragen, warum wir einfach Zuhause geblieben sind.“ Bevor sie die Gruppe für das Projekt in ihrer Gemeinde organisierte, ließ sie sich von OFRANEH und dem bereits bestehenden Wiederaneignungsprojekt in Vallecito beraten.

Kokosnüsse statt Ölpalmen

Vallecito liegt circa 50 Kilometer östlich von Trujillo, nahe der Garífuna-Gemeinde Limón. Auch hier starteten Aktivist*innen vor einigen Jahren ein Wiederaneignungsprojekt. In Vallecito entsteht etwa drei Kilometer im Landesinneren, umgeben von Ölpalmenplantagen, die erste Garífuna-Gemeinde, die nicht direkt an der Küste liegt. Früher baute das honduranische Unternehmen Dinant hier auf traditionellem Land Ölpalmen an. Dann kamen die narcos – Drogenbarone – und errichteten eine illegale Landepiste für ihre Kokaintransporte aus Südamerika. Obwohl selbst der Oberste Gerichtshof 2004 die Rechtmäßigkeit des kommunitären Landtitels anerkannte, dauerte es noch mehr als zehn Jahre, bis die Garífuna den Invasoren das Land abtrotzen konnten.

„Wir haben sie durch den Glauben an unsere spirituelle Kraft vertrieben“, erklärt Aurelia Arzú. „Zwar hatten die narcos Waffen und haben nachts geschossen, aber die Garífuna haben in den Nächten getrommelt.“ Die ersten, die sich in Vallecito niederließen, waren alleinerziehende Mütter. Heute leben bereits zehn bis zwölf Familien dort – mit eigener Schule und einem Kindergarten. Auf den 120 Hektar tragen vor allem die Frauen durch ihre kollektive Feldarbeit zur Unabhängigkeit und Ernährungssouveränität bei. „Wir bauen hier Kokosnüsse in großem Maßstab für die eigene Ölproduktion an. Kokosnüsse gehören zu unserer traditionellen Ernährung“, berichtet Arzú. „Warum sollten wir weiter das Öl der Ölpalme nutzen?“ Denn die Ölpalme ist ein Sinnbild für Vertreibung und Zerstörung geworden.

Bisher ist in Vallecito noch vieles im Aufbau, der Ort ist nicht ans Stromnetz angeschlossen und auch Handyempfang gibt es dort kaum. Aber nach und nach sollen sich weitere Familien ansiedeln, OFRANEH hat einen Teil seiner Verwaltungs dorthin verlegt. „Noch ist Vallecito ein Traum“, sagt Arzú. „Aber wir arbeiten daran, dass er Schritt für Schritt wirklich wird.“

Gefahr droht ihnen bei der Verwirklichung dieses Traumes nicht nur von narcos, Unternehmen oder korrupten Behörden. Auf staatlicher Ebene wird seit 2015 die Umsetzung der ILO-Konvention 169 in nationales Recht vorbereitet. Die Konvention sieht explizit ein Vetorecht der indigenen Gemeinden gegen Projekte vor. Laut Interpretation der honduranischen Regierung sei dies jedoch nicht der Fall. Ein geschickter Schachzug, der einerseits der internationalen Staatengemeinschaft suggeriert, der Staat sei an der Stärkung indigener Rechte interessiert. Andererseits könnte damit die Enteignung traditionellen Landes weiter legalisiert werden. „Deshalb sagen wir ganz klar ‚Nein‘ zu diesem Gesetzesentwurf“, fasst Arzú die Position vieler indigener Organisationen in Honduras zusammen. In dieser schwierigen Situation bleibt den Garífuna vor allem die eigene Organisierung als Widerstand - in traditionellen oder neuen Formen.

Rita Trautmann und Steffi Wassermann sind Aktivist*innen im Menschenrechtskollektiv CADEHO und beide Mitglied im solidarischen Netzwerk HondurasDelegation.


 

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Zentralamerika in Bewegung
Aktuelle Ausgabe von Südlink erschienen

Zentralamerika, eine Region im Bann der Gewalt? Ja, aber nicht nur. Beeindruckend ist auch die Mobilisierung der Menschen, die sich gegen Unrecht und Unterdrückung auflehnen.

Guatemala, Honduras und El Salvador gehören zu den gewalttätigsten Ländern Lateinamerikas. Und nach dem Beginn der Proteste gegen die autoritäre Regierung von Präsident Daniel Ortega im April 2018 versank auch Nicaragua in Gewalt.

Gewalt prägt die Geschichte der Region, genauso wie der Widerstand der Menschen gegen die Herrschenden – seien es ausländische Mächte, seien es die politischen und wirtschaftlichen Eliten der Länder Zentralamerikas. Die Hoffnung kommt von unten.

Zur Artikelübersicht Südlink Nr. 187

Freispruch für Umweltaktivisten in Honduras

Honduras-Delegation 2010 - Di., 12. Mär. 19, 8:11 Uhr
 von Sascha Jablonski in amerika21

Anwaltsteam und Menschenrechtsaktivisten am Tag des Freispruches
Foto Edy TáboraTocoa. Nach monatelangen Gerichtsverfahren hat am 4. März der Richter Víctor Méndez entschieden, dass die Vorwürfe gegen die zwölf honduranischen Umwelt-aktivisten aus Guapinol nicht haltbar sind. Sie hatten sich gegen die Zerstörung der Region durch den Bergbau engagiert. Der Richter ordnete die umgehende Freilassung an.



Umweltschützer werten den Freispruch als historischen Erfolg. "Gewonnen haben das Volk, das Leben und unsere Flüsse, die Wahrheit und die Gerechtigkeit", sagte Esly Banegas, Aktivistin aus Colón. Sie fügt hinzu, dass zwar "eine Schlacht, aber längst nicht der Krieg gewonnen wurde". Hunderte Anwohner und Unterstützer feierten das Urteil auf den Straßen. Die Freigesprochenen hatten sich gegen das Bergbauvorhaben Los Pinares in Colón gewehrt, um die beiden Flüsse San Pedro und Guapinol vor der Zerstörung zu schützen.

Laut Verteidiger der Angeklagten sei das Verfahren ein symbolischer Schauprozess gegen den Widerstand von betroffenen Gemeinschaften gegen Bergbau. Mit Repression gegen Anwohner und Umweltaktivisten wolle man den Widerstand der Bevölkerung brechen, um den Bergbau in der Region fortzusetzen. Zum Prozess waren internationale Prozessbeobachter angereist. Ihrer Aussage nach habe die Regierung im letzten Jahr zwecks der Kriminalisierung von Bergbaugegnern eigens neue Gesetze geschaffen. Im Oktober 2018 war es damit zu einer zehntägigen Massenverhaftungswelle gekommen. 31 Umweltaktivisten wurden verhaftet, darunter die zwölf, die nun aufgrund mangelnder Beweise und falscher Anschuldigungen freigesprochen wurden.

Die Ursache für die staatliche Repression sei die Parteilichkeit und Korruption der Regierung. So werfen die vom Bergbau betroffenen Gemeinschaften und Umweltorganisationen der Regierung vor, dass für die Sicherstellung der Gewinne der transnationalen Bergbauunternehmen Umwelt- und Menschenrechte umgangen und missachtet werden.

Schon die Vergabe der Abbaugenehmigung in Colón sei problematisch gewesen, erklärt Adilia Castro vom Komitee zur Verteidigung des kommunalen Wohles in der Provinzstadt Tocoa im Department Colón. Die Anwohner werden weder über die Vorhaben informiert, noch in die Entscheidungen einbezogen. Für die Vergabe der Bergbaulizenz wurde im Dezember 2013 ein Dekret verabschiedet, das den zuvor geschaffenen Naturpark von 23.000 um 217 Hektar reduzierte. Genau über das Gebiet sind dann Lizenzen vergeben worden. Mittlerweile sind mehr als 100.000 Menschen aus fünf Landkreisen von den Ausmaßen des Projekts betroffen. Anwohner berichten von massiven Umweltverschmutzungen. Zudem seien mit Beginn der Bergbaus bewaffnete Akteure in der Region gesichtet worden.

"Das Urteil gibt Hoffnung auf Gerechtigkeit", sagte eine Aktivistin aus Colón, "aber um den Bergbau zu stoppen muss der Widerstand weitergehen." Die Lizenz hat noch weitere zehn Jahre Vertragslaufzeit.

progresodefensorescespad********************************************************************************Weitere Informationen zum Konflikt in Guapinol und über die Besitzer der Mine, Lenir Perez und Ana Facussé, unter folgenden Links:https://hondurasdelegation.blogspot.com/2018/11/systematische-aggressionen-und.htmlhttps://hondurasdelegation.blogspot.com/2018/08/flughafen-munchen-gmbh-geschafte-mit.html https://hondurasdelegation.blogspot.com/2018/08/mit-militar-gegen-umweltschutz.html#more
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